Letztes Feedback

Meta





 

Das Geschenk

Heuet kam H. mit einem kleinen Geschenk. Es war ein kleiner Karton, verpackt in Spitzenpapier mit Schleifchen und Herzchen. Mir wurde ganz mulmig und ich wusste nicht was ich tun sollte. Er überreichte mir das Geschenk ganz feierlich. Er wird mir doch nicht allen Ernstes einen Heiratsantrag machen, bevor er überhaupt geschieden ist, dachte ich. Aber vielleicht hat er schon alles heimlich in Wege geleitet und mir nur nichts davon gesagt, dachte ich weiter. Wie schnell mag so eine Scheidung wohl über die Bühne zu bringen sein? Mein Herz schlug wie wild ich bekam weiche Knie und fing an zu schwitzen. Ich mag ihn wirklich, aber ich liebe meine Freiheit. Außerdem ist er nicht unbedingt der Mensch mit dem ich meinen Alltag verbringen möchte. Ich glaube Alltag macht leinen Spass mit ihm. So ein paar Abende die Woche, zusammen in ein Restaurant, ins Kino, ins Theater... das alles möchte ich lieber mit ihm machen als ihm seine Wäsche zu waschen. Die Gespräche mit ihm sind tiefsinnig und wunderbar, ich will das nicht gegen Unterhaltungen über den Einkaufszettel oder das Waschmittel eintauschen. Das ist für mich induskutabel, nur habe ich ihm das nie so genau gesagt.

Da stand er also mit seinem fröhlichen Gesicht und der kleinen Schachtel. ich wollte so gern einfach weglaufen, aber gleichzeitig hatte er eine solche Reaktion auch nicht verdeint. Immerhin würde ich in etwas weniger als einem Monat sowieso für eine Weile nicht hier sein, da könnte sich das alles irgendwei legen mit der Aufregung.. ich nahm das Päckchen in die Hand und zog mit zittrigen Händen an der Schleife. Es war... ein Kettenanhänger! Ich wäre fast ohnmächtig geworden vor Erleichterung. Es sollte ein vorgezogens Weihnachtsgeschenk sein, mehr nicht. Puh!

18.12.12 17:00, kommentieren

Werbung


Heiraten? Nein, danke!

Ich wollte eigentlich auch noch einen Englischkurs hier an der Uni machen, aber das hat so kurzfristig leider alles nicht mehr geklappt. Jetzt hab ich mir kurzerhand privat was gesucht, um mein englisch aufzubessern. Ein Nachhilfelehrer, der sich sonst eigentlich um Schüler kümmert, hat sich bereit erklärt mit mir ein paar Stunden zu üben. Es sit ja auch nciht so, dass ich kein Englisch (mehr) kann, ich hab nur das Gefühl. dass es ein wenig eingerostet ist. Bisher hatte ich immer Leute dabei, die perfekt gesprochen haben, aber meinen nächsten Trip werde ich wohl allein unternehmen.

H., das ist meine Affäre, ist traurig, dass ich ihn nicht mitnehmen will, obwohl er selbst ganz genau weiß, dass er gar nicht mitkommen könnte. Erstens ist er verheiratet, zweitens arbeitet er an der Uni und drittens reist er nicht einmal gern. Er hat sich nur irgendwie ziemlich in mich verschossen und will mich am Liebsten dauernd um sich haben. Ich bin auc gern mit ihm zusammen, aber ich merke auch wie schön es sit mal allein zu sein. Sowas kann ich ihm aer nicht sagen, dann ist er gelich beleidigt. Neulich sprach er plötzlich davon, dass er seine Frau wegen mir verlassen will. Ich bin aus allen Wolken gefallen. ich fühle mich geschmeichelt, aber das ist dann doch etwas zu viel des Guten. Ich will ihn schließlich nicht heiraten, sondern einfach nur ein gute Zeit mit ihm verbringen und mich dabei nicht auf Ewigkeit binden müssen. Das versteht er nicht so ganz, also versuche ich das Thema einfach zu vermeiden. Bisher hat das gut geklappt, aber seit deisem einen Abend fängt er immer wieder davon an.

11.12.12 17:49, kommentieren

Fernweh

Es ist schon wieder so weit. Fernweh. Es durchdringt mich dann immer mit einer solchen heftigkeit, dass ich kaum noch an etwas anderes denken kann. ich will dann einfach nur noch weg. Am liebsten würde ich einfach so meine Tasche packen zumnächsten Bahnhof gehen und mich dann in einen Zug setzen, der so riochtig schön weit weg fährt. Dieses Fernweh überkommt mich regelmäßig. Dabei sind das, so weit ich versucht habe das mal zu analysieren, gar keine bestimmten Umstände zu denen mich dieses Gefühl überkommt. Manchmal ist es ja so das Leute verreisen wollen, weil sie viel Stress haben oder weil es ihnen psychisch nicht so gut geht. Bei mir kommt das ganz unwillkürlich. Da kann es mir gerade supergut oder total schlecht gehen, das ist davon absolut unabhängig. Trotzdem ist das mit dem einfach so in den Zug setzen leider etwas unrealistisch. ich studiere ja noch und kann dementsprechend nicht einfach so verschwinden. Mein Studium ist mir mindestens genau so heilig wie das Reisen. ich will da nichts verpassen. Ausserdem sehe ich einen guten Abschluss auch als eine Art Eintrittskarte für spätere Auslandsaufenthalte. Kunstgeschichte das braucht man überall. Jedenfalls kann man theoretisch überall auf der Welt damit etwas anfangen..

Meine nächste Reise geht nach Australien. Ich möchte dort gern ein bißchen was über die Kultur der Ureinwohner erfahren. Ich glaube da gibt es nicht gerade wenig zu entdecken, deshalb habe ich meinenProfessor überzeugt, dass er mir ein Urlaubssemester gewährt. Im Januar soll es losgehen, die paar Tage muss ich jetzt also einfach mal aushalten. Gepackt habe ich aber trotzdem schon einmal... vorsichtshalber!

4.12.12 19:42, kommentieren