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Das Geschenk

Heuet kam H. mit einem kleinen Geschenk. Es war ein kleiner Karton, verpackt in Spitzenpapier mit Schleifchen und Herzchen. Mir wurde ganz mulmig und ich wusste nicht was ich tun sollte. Er überreichte mir das Geschenk ganz feierlich. Er wird mir doch nicht allen Ernstes einen Heiratsantrag machen, bevor er überhaupt geschieden ist, dachte ich. Aber vielleicht hat er schon alles heimlich in Wege geleitet und mir nur nichts davon gesagt, dachte ich weiter. Wie schnell mag so eine Scheidung wohl über die Bühne zu bringen sein? Mein Herz schlug wie wild ich bekam weiche Knie und fing an zu schwitzen. Ich mag ihn wirklich, aber ich liebe meine Freiheit. Außerdem ist er nicht unbedingt der Mensch mit dem ich meinen Alltag verbringen möchte. Ich glaube Alltag macht leinen Spass mit ihm. So ein paar Abende die Woche, zusammen in ein Restaurant, ins Kino, ins Theater... das alles möchte ich lieber mit ihm machen als ihm seine Wäsche zu waschen. Die Gespräche mit ihm sind tiefsinnig und wunderbar, ich will das nicht gegen Unterhaltungen über den Einkaufszettel oder das Waschmittel eintauschen. Das ist für mich induskutabel, nur habe ich ihm das nie so genau gesagt.

Da stand er also mit seinem fröhlichen Gesicht und der kleinen Schachtel. ich wollte so gern einfach weglaufen, aber gleichzeitig hatte er eine solche Reaktion auch nicht verdeint. Immerhin würde ich in etwas weniger als einem Monat sowieso für eine Weile nicht hier sein, da könnte sich das alles irgendwei legen mit der Aufregung.. ich nahm das Päckchen in die Hand und zog mit zittrigen Händen an der Schleife. Es war... ein Kettenanhänger! Ich wäre fast ohnmächtig geworden vor Erleichterung. Es sollte ein vorgezogens Weihnachtsgeschenk sein, mehr nicht. Puh!

18.12.12 17:00

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